Archive for the ‘Aus der Praxis’ Category

Kurze Frage

Dienstag, April 23rd, 2013
Stellen Sie sich vor, das Insitut-Gallup würde Sie fragen, wie hoch Ihre Identifikation ist, mit dem Unternehmen, in dem Sie arbeiten.
0% bedeutet keine Identifikation und 100%  bedeutet Sie sind eins mit Ihrem Unternehmen.
Würden Sie sagen weniger als 50% oder mehr als 50%?
Nehmen wir einmal an Sie beantworteten die Frage mit unter 50%, dann hat Ihr Unternehmen möglicherweise noch nicht erkannt, dass Sie der wichtigste Faktor sind, weil es möglicherweise in seiner Organisationsstruktur, im Kern auf den Ideen des 19. Jahrhunderts beruht. Oder Sie haben aus vielfältigen Gründen Ihr pro-aktives Handeln aufgegeben, d.h. möglicherweise wollen Sie nicht sehen, dass eine Identifikation mit Ihrem Unternehmen möglich sein könnte.
Wir haben in unserem Buch beschrieben, wie Unternehmen aussehen müssten, damit Mitarbeiter sich identifizieren können.

Gängige Denkmuster

Donnerstag, April 18th, 2013
Nach wie vor werden werden erforderliche Umstrukturierungen und Neuausrichtungen von oben nach unten „heruntergebrochen“.  Dabei bleiben die Erfahrungen der Mitarbeiter über ihre konkreten Arbeitsprozesse unberücksichtigt.
Was passiert?
Die beabsichtigte Effizienzsteigerung kehrt sich in ihr Gegenteil, so unsere Erfahrung in Unternehmen und Organisationen.
Bessere Ergebnisse können wir erzielen, wenn die Erfahrungen der Mitarbeiter in den Veränderungsprozess einbezogen werden, also die Neuerungen auf allen Ebenen, von oben nach unten, von unten nach oben, gestaltet werden und damit ein zirkulärer Prozess entsteht.
Was sind Ihre Erfahrungen Umstrukturierungen?

Zitat aus einem Coaching über eine neue Arbeitsstelle

Dienstag, Januar 15th, 2013

„Ich treffe die meisten Entscheidungen eigenständig, obwohl ich noch nicht so lange auf dem Arbeitsplatz bin. Sobald ich unsicher bin, frage ich meinen Chef, der hat bislang alle Vorschläge durch gewunken, manchmal mit kleinen Ergänzungen.

Erstaunlich ist die Aufmerksamkeit, die ich erhalte. Zu Weihnachten gab es eine Karte, in der meine Vorgesetzten in wenigen Worten formulierten, wie froh sie sind, dass ich dort angefangen habe zu arbeiten.

Aus dem Qualitätsmanagement kommend, bin ich gewohnt, dass alle meine Schritte beschrieben und kontrolliert werden, so war das vorher. Dort war es auch notwendig, dass ich mich versichern musste, falls mein Vorgesetzter ankommt, um mir Fehlentscheidungen unterzujubeln, die er begangen hat. Bevor ich anfing zu arbeiten, dokumentierte ich erst mal, was ich da mache. Das ist jetzt anders, die Dokumentation ist auf ein Mindestmaß reduziert, eine Rückversicherung ist nicht nötig, da ich das Vertrauen meiner Vorgesetzten habe.

Vorher verdiente ich etwas mehr, selbst wenn es viel mehr wäre, was sie mir böten, ich würde meine Arbeitsstelle nicht mehr wechseln und hoffe, dass ich auf der neuen Stelle alt werde.“