Veröffentlicht am 12.April, 2013

Sind Führungskräfte die Ursache des Übels ?


Die aktuelle Gallup-Studie zur Arbeitszufriedenheit von Arbeitnehmern in Deutschland liegt vor.
Danach haben inzwischen 24% der Arbeitnehmer keine emotionale Bindung mehr zu ihrem Unternehmen (2001 waren es noch lediglich 15%).
Hauptursache für die innerliche Kündigung – so die Autoren – sei eine mangelhafte Personalführung durch den direkten Vorgesetzten. Viele Arbeitnehmer stiegen hoch motiviert in ein Unternehmen ein, würden aber demotiviert und resignierten schließlich.
Verständlich aus unserer Sicht ist, dass Mitarbeiter ihre Unzufriedenheit auf ihren nächsten Vorgesetzten projezieren und tatsächlich haben viele Führungskräfte Führung nicht oder kaum gelernt.
Aber wie sieht es mit deren Arbeitszufriedenheit aus? Daniel Gulati hat eine Gruppe von 30 Managern interviewt zur Frage welche Entscheidungen sie am meisten bereuen (Nachzulesen in Harvard Business manager vom Februar 2013). Auf Patz 1 steht „Ich wünschte; ich hätte mich nicht wegen des Gehaltes für meinen Job entschieden“ gefolgt von „Ich wünschte, ich hätte eher gekündigt“. Nach Arbeitszufriedenheit klingt das nicht. Und tatsächlich mehrt sich die Zahl der „Aussteiger“ im Management und derjenigen, die vom Ausstieg träumen.
Schon lange ist es höchste Zeit darüber nachzudenken, wie sich Unternehmen und Organisationen gestalten könnten, damit sich Mitarbeiter und Führungskräfte mit ihrem Unternehmen emotional identifizieren und dadurch ihre Fähigkeiten und Kompetenzen voll einbringen. Dazu müsste man nicht das Rad neu erfinden. Allerdings müsste die Bereitschaft vorhanden sein, sich von überholten Denkmustern zu verabschieden.